für Mensch und Natur

immer etwas Besonderes

Wussten Sie eigentlich, dass der Markt die älteste Plattform des Handels überhaupt ist ?

Vor vielen Jahrhunderten schon wurde das MARKTRECHT von Kaisern und Königen verliehen. Bereits im Jahre 1016 wurde dieses Marktrecht urkundlich erwähnt, als es in einer Verwaltungsreform Heinrichs IV. von Bayern an das Marienstift Prüm als dem ersten Stift im Deutschen Reich verliehen wurde. Das Marktrecht war oft die Vorstufe zum Stadtrecht. Viele der Städte begründeten ihren Reichtum auf eben diesem Recht, das oft auch mit Münzrecht und Zollrecht einherging.

Und so wurden auf den damaligen Märkten schon all die Dinge für den täglichen Gebrauch angeboten. Kamen Händler von überallher in die Marktorte, um Waren aller Art an Ständen zu verkaufen. Die Versorgung der Bevölkerung mit allem was notwendig erschien war schon zu diesen Zeiten die Arbeit der reisenden Kaufleute. Fachgeschäfte die zu den Menschen kamen an Markttagen, Festen und ähnlichem. Diese Markttage standen immer unter dem besonderen Schutz des jeweiligen Kaiser, Königs oder Landesfürsten. Es war verbrieftes Recht, zumindest zu dieser Zeit.

Es gibt Märkte im Land, die schon seit Jahrhunderten bestehen, lange bevor es dort eine örtliche Handelseinrichtung gab. So weisen wir auf den Schätzele-Markt in der Stadt Tengen hin, den es schon seit dem Jahre 1291 gibt und der in diesem Jahr schon zum 716ten Mal einlädt. Und es gibt unzählige Städte, Orte, Gemeinden in denen schon seit einem knappen Jahrtausend Märkte stattfinden.

Auch damals schon trafen sich Menschen, nicht nur um dort Waren zu erstehen, die es sonst nirgendswo gab. Ein schönes Beispiel , der *Kalte Markt* in Römhild/Thüringen. Auch diese Stadt hat schon 1498 das Marktrecht verliehen bekommen. Jahr -u. Viehmärkte, Wochenmärkte, sowie Woll-u. Schafsmärkte haben schon seit dem 18.Jahrhundet Tradition in Römhild.

Der *Kalte Markt* wurde erstmals 1800 abgehalten. Als Kram-u. Taubenmarkt ausgewiesen, hat sich gerade dieser, trotz der kalten Jahreszeit, in seiner Tradition bis heute erhalten. Kälte und der frühe Beginn des Marktes, gehören zu diesem Markt und so herrscht schon reges Treiben in den frühen Morgenstunden.

Auch dort treffen sich die Menschen um mit lange nicht gesehenen Familien-mitgliedern, Freunden und Bekannten ein Wiedersehen zu feiern, oder Neuigkeiten auszutauschen, zu plaudern, zu erzählen, zu berichten, oder sich einfach nur darüber zu freuen, den Einen oder Anderen wieder mal zu sehen in dieser wundervollen Atmosphäre. Denn die Atmosphäre eines Marktes ist einzigartig und unvergleichlich. So etwas hat kein Discounter, Supermarkt, Mega-Center zu bieten.

Märkte vitalisieren Innenstädte, bringen Abwechslung im täglichen Einerlei.

Darum " Treffpunkt Markt " ! einkaufen, bummeln, erleben. Besuchen Sie uns auf den Märkten, Dulten, Krammärkten (von Krämer) und Sie werden staunen, was es dort alles gibt.

Und lassen Sie bitte nicht zu, dass man diese Orte der Kommunikation, des urbanen Lebens aus ihrer Stadt oder Gemeinde entfernt. Der Verdrängungs-wettbewerb ist gross und viele dieser City-Ring, Werbegemeinschaften, Verbände des örtlichen Handels versuchen die Märkte zu verlagern, an unattraktive Standorte am Rande der Kommunen, oder gar, die Märkte komplett zu entfernen.

MARKT ist IN und nur mittendrin macht SINN !

Heutzutage einen Baum zu fällen, der auf ihrem eigenen Grundstück steht, ist mit viel Papierkrieg verbunden und der Aufschrei der Naturschützer ist gross. Ein Haus das dreihundert Jahre alt ist, steht unter Denkmalschutz und die Auflagen bei einer Renovierung sind unbeschreiblich und müssen mit Anträgen und Gutachten begründet werden. Behördengänge sind notwendig, Denkmalschützer melden Bedenken an...

aber einen über Jahrhunderte gewachsenen Markt stillzulegen, dazu bedarf es keiner grossen Sache, das geht stillschweigend, oft zum angeblichen Wohle des örtlichen Handels !

Aber es gibt auch andere Stimmen in Form von Gutachten und Untersuchungen !

Jahreszeitmärkte sind attraktive Wirtschaftsveranstaltungen

Institut für Verhaltensforschung und IHK Saarland präsentieren Studie

Jahreszeitlich veranstaltete Waren-Märkte wie z. B. Frühjahrs-, Palm-, Oster-, Pfingst- und Herbstmärkte (sog. Krämermärkte) erweisen sich als wichtige Plätze für Kauf- und Kommunikationserlebnisse. Zu diesem Ergebnis kommt eine wissenschaftliche Untersuchung, die das Institut für Konsum- und Verhaltensforschung an der Universität des Saarlandes (Direktor: Prof. Dr. Peter Weinberg) im Auftrag der IHK Saarland und in enger Zusammenarbeit mit dem Handelsverband der Marktkaufleute Süd-West e. V. durchgeführt hat. Ziel der Analyse war es, die Attraktivität der Märkte zu analysieren und aufzuzeigen, welche Verbesserungen zur Steigerung der Qualität noch möglich sind. Die Studie wurde von der IHK im Rahmen der Mittelstandsförderung finanziert. Nach Erhebungen des Statistischen Landesamtes werden im Jahr 2001 insgesamt 65 solcher Märkte gehalten. Der traditionelle St. Wendeler Palmmarkt am 5. April und der traditionsreiche St. Ingberter Ostermarkt am 9. April 2001 waren Testmärkte der Analyse. Die wichtigsten Ergebnisse:

1. Die Märkte werden von den Besuchern grundsätzlich sehr positiv wahrgenommen: Ca. 72 Prozent der Befragten schätzen die Märkte als insgesamt gut bis sehr gut ein, fast die Hälfte (47,5 Prozent) hat den Markt bereits weiterempfohlen und ca. 92 Prozent der Befragten gaben an, dass sie zu mehr als einem Markt pro Jahr gehen.

2. Die Märkte ziehen Kunden auch für ortsansässige Geschäfte in die Innenstädte. Knapp ein Drittel der Befragten (31,7 Prozent) gaben an, dass sie ohne den Markt nicht in die Stadt gefahren wären. 71,8 Prozent wollten den Besuch wahrscheinlich auch zum Einkaufsbummel nutzen und 40 Prozent sahen es sogar als wahrscheinlich bis sehr wahrscheinlich an, dass sie an einem Markttag auch in den ortsansässigen Geschäften mehr einkaufen als sonst.

3. Die Kunden zeigten sich mit der Organisation und dem Angebot der Märkte weitgehend zufrieden, allerdings fänden ca. 61 Prozent der Befragten ein Rahmenprogramm gut.

4. Die Branchen, die als besonders wichtig für einen Markt angesehen werden, sind vor allem: - Geschenkartikel - Produktneuheiten - Glas, Keramik, Porzellan - Textilien - Haushaltswaren.

5. Die am meisten beachteten Werbemittel und Werbeträger sind: - Printmedien: Presseartikel (Tageszeitungen und Wochenblatt) sowie Anzeigen (Tageszeitungen und Wochenblatt) - Plakate (allerdings mit deutlichem Abstand)

Das Institut für Konsum- und Verhaltensforschung hat aus den Ergebnissen vor allem folgende Handlungsempfehlungen abgeleitet:

1. Stärkere Positionierung der Märkte als soziales Event und Freizeit-Ereignis

2. Hinweise auf Informationen im Internet

3. Optimierung des Sortimentsmixes: - Wichtigste Branchen verstärken: Herausstellung von Produktneuheiten, Ausbau der relevanten Branchen, Geschenkartikel/Produktneuheiten, Beibehaltung der Branchenvielfalt - Branchen, die vermisst werden, ausbauen: Kunsthandwerkgewerbe (mit Künstlern, die ihre Objekte auf dem Markt herstellen), Geschenk- und Dekorationsartikel.

4. Individuelle Warenpräsentationen verbessern, Dekoration und Integration von Produktneuheiten

5. Gezielte Ansprache jüngerer Zielgruppen: - besonders guter Service und gute Beratung für jüngere Zielgruppen, - stärkere Kommunikation von Qualität und Garantieleistungen u. a. Information über Umtauschrecht bei anderen Märkten, an denen verkaufende Markthändler teilneh- men, - Ausbau der Branchen, die für jüngere Besucher relevant sind: Schmuck/Uhren/ Accessoires, Kosmetik/Drogerieartikel, Bücher

Weitere Informationen bei der IHK Saarland,


noch mehr...?

„Wochenmärkte bereichern die Stadt“

IHK Nord Westfalen: Einzelhandel profitiert

Erfreulich, aber nicht überraschend sind die Ergebnisse zum Thema „Erfolgreicher Wochenmärkte“ aus verschiedenen Sichtweisen. Bestätigt wurde, was der BSM im Rahmen seiner Öffentlichkeitsarbeit zum Thema Wochenmärkte stets herausstellt.

Die wirtschaftliche Bedeutung von Wochenmärkten wird nach Ansicht der Industrie- und Handelskammer (IHK) Nord Westfalen stark unterschätzt. „Sie geht weit über die direkt auf dem Markt getätigten Umsätze hinaus“, sagte IHK-Vizepräsident Hans Dieler am 11. September in Münster vor den mehr als 120 Teilnehmern einer Fachveranstaltung über die Zukunftschancen von Wochenmärkten. Besonders der Einzelhandel in angrenzenden Einkaufsstraßen profitiere von der Anziehungskraft der Wochenmärkte, sagte Dieler, der dies als Einzelhändler in den verschiedenen Städten, in denen er Kaufhäuser betreibe, selbst spüren könne.

Wochenmarkt ist kein Auslaufmodell

Mehr als 3000 Wochenmärkte gibt es in Deutschland, davon etwa 650 in Nordrhein-Westfalen. Regelmäßig kommen zahlreiche Menschen in die Stadtzentren, wo die Händler ihre Stände und Wagen aufbauen, um vor allem frische Lebensmittel zu verkaufen. „Das ist Erlebniseinkaufen, bringt Atmosphäre in die Stadt und höhere Lebensqualität“, unterstrich Dieler, der auch Handelsausschussvorsitzender der IHK Nord Westfalen ist. „Wochenmärkte bereichern die Stadt – kulturell und wirtschaftlich“, resümierte er. „Jegliche Handelsform, die wir heute kennen, hat ihre Wurzeln im Markthandel“, stellte Dieler den historischen Stellenwert heraus, der während der Tagung immer wieder auch als Erklärung für die emotionale Bindung der Verbraucher herhalten musste. „Aber lange geschichtliche Wurzeln allein machen eine Branche noch nicht zukunftsfähig“, betonte der Kaufmann. Dazu bedürfe es ständig neuer, innovativer Ideen und Produkte sowie der Verbesserung von Service-Leistungen. Die Erfolgsfaktoren von Wochenmärkten standen deshalb im Mittelpunkt der von IHK und Borco-Höhns GmbH & Co. KG organisierten Tagung, die mit den über 120 Teilnehmern restlos ausgebucht war. Experten aus Theorie und Praxis erläuterten die Bedingungen für einen funktionierenden Wochenmarkt, gaben Tipps zur Präsentation und Werbung sowie für eine fruchtbare Zusammenarbeit aller am Markt Beteiligten. „Nach unseren Recherchen wurde in Nordrhein-Westfalen dazu noch keine Veranstaltung durchgeführt“, erklärte Dieler das große Interesse.

Märkte vitalisieren Innenstädte

In Zeiten sinkender Anteile des Einzelhandelsumsatzes am privaten Verbrauch, steigender Konkurrenz neuer Vertriebsformen sowie zunehmender Verkaufsflächen „auf der grünen Wiese“ könnten Wochenmärkte als Instrument der Revitalisierung von Innenstädten dienen, meinte Bettina Kittel, Handelsreferentin im nordrhein-westfälischen Wirtschaftsministerium. Die Märkte ergänzten vorhandene Sortimente und steigerten die Attraktivität einer Stadt, sprächen aber auch neue Kundengruppen an und seien dadurch ein „wichtiger Kaufkraftbringer“.

Wochenmarkt mehr als nur Verkaufsveranstaltung

Positive Zukunftsausschichten bescheinigten den Wochenmärkten auch Dr. Peter Schnell und Birthe Linden vom Institut für Geografie der Universität Münster, die das Marktgeschehen aus Verbrauchersicht analysierten. Das Fazit ihrer Umfrage auf dem Markt am Dom in Münster: Auch angesichts der jüngsten Lebensmittelskandal steigt das Interesse an frischen und qualitativ hochwertigen Lebensmitteln von Direktanbietern. Zudem sei der Wochenmarkt ein Treffpunkt mit besonderem Flair, ein zentraler Standort, dessen Besuch sich leicht mit anderen Aktivitäten in der Stadt verbinden lasse. Einen Überblick über die entscheidenden Faktoren für den erfolgreichen Betrieb eines Wochenmarktes gab Prof. Dr. Gerhard Johnson. Neben den ebenso freundlichen wie kompetenten Händlern nannte er den ausgewogenen Branchenmix und den regionalen Bezug des Marktes, der über die Selbsterzeuger aus der Region gestärkt werde. Aber: „Auch Wochenmärkte laufen nicht von allein!“, mahnte er, „sie brauchen einen Kümmerer!“, der zum Beispiel auch auf das gute Erscheinungsbild achtet. Johnson erörterte zudem das Pro und Contra der möglichen Privatisierung.

Klasse statt Masse

Das im Bereich der mittelständischen Wirtschaft zunehmende Problem der Unternehmensnachfolge ist auch im Wochenmarkthandel akut. Gemeint ist hier der Mangel an qualitativ gutem Nachwuchs. Die Folgegeneration ist immer weniger geneigt, seinen Lebensunterhalt unter den harten Bedingungen auf dem Markt zu bestreiten. Wichtig ist, dass der Veranstalter nicht der Versuchung anheim fällt, den in Folge einer Unternehmensaufgabe frei werdenden Platz an einem Beschicker zu vergeben, der durch Verramschen von Billigware den Ruf des gesamten Marktes gefährden würde. Dank an alle, die lieber auf Standgebühren verzichten anstatt Gewinnmaximierung zu betreiben.

(IHK Nord Westfalen/BSM-Presseinformation)

noch ein sehr schönes Beispiel für den Markt als Handelsplattform



Die Bezirksstelle Ulm veranstaltete am Sonntag den 1. Oktober und Montag den 2. Oktober den “Ulmer Herbstmarkt”


Zitate aus der Presse (Montag 2.10.06)


“Verkaufsoffener Sonntag und Markt erweisen sich als Zugnummer”

“Der große Sonntagsansturm auf die Stadt”

“Keine Eintagsfliege: Die Veranstaltung soll fest verankert werden im Ulmer Jahreskalender”“Zehntausende auf den Straßen und Plätzen in der Innenstadt, dazu volle Parkhäuser. Der gestrige verkaufsoffene Sonntag und der Herbstmarkt ist eine Zugnummer für die Region.

“Ein gigantischer Erfolg” Konzept des City Marketing, verkaufsoffenen Sonntag mit Märkten zu verbinden, ging auf. ... sowohl die Kundenfrequenz als auch die Umsätze - die Bilanz der Ulmer Geschäfte, aber auch der Märkte, die gestern die Menschen in Scharen nach Ulm zogen, sei “gigantisch” gewesen, freut sich Citymanagerin Anna-Maria-Dietz.

Das heißt, das neue Konzept, das den stationären und den mobilen Handel verbindet, ist voll aufgegangen und wurde ein Highligt, das auch künftig einmal im Jahr Anfang Oktober stattfinden soll.


Zitate der Marktbeschicker


“Echt der Hammer, was auf dem Münsterplatz los war”“

Ich mache den Ulmer Herbstmarkt nun schon einige Jahre, aber dieses Jahr war er einfach super.”

“Ihr habt da wieder eine Super-Veranstaltung abgeliefert. “

*Danke an das Organisations-Team der Bezirkstelle Ulm”

“... An euch können sich viele andere Verantwortliche von Märkten mal ein Beispiel nehmen”

“... sollten sich andere Veranstalter mal ansehen, um das richtige Know-How mit nach Hause zu nehmen”

“ ... ein ganz dickes Lob nach Ulm”

Ich bedanke mich an dieser Stelle für ihr Interesse, Freundlichkeit und Geduld beim Lesen dieser Seite!

ihre Marion Bock